Der »Bibel-Prediger«

Prediger Haymo Müller

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14.12.2020: Gott, der Sohn

„… Gnade werde euch zuteil und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus!“ (Römer 1,7).

Wir tun gut, darauf zu achten, dass alle dreizehn Briefe des Apostels Paulus den Gruß enthalten: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und dem HErrn Jesus Christus!“ Sein Verständnis für die unzertrennbare Einheit von Vater und Sohn im Werk der Gnade war so groß, dass er sich gedrungen fühlte, sie jedem Begrüßungssegen beizufügen.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Wohl mag es im Leben eines Christen Zeiten geben, in denen man hauptsächlich an Gott, den Vater, denkt und zu ihm betet. Aber eines Tages werden wir erkennen, dass völlige und bleibende Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, nur durch den Glauben an Jesus Christus und in lebendiger Verbindung mit ihm möglich ist, und dass wir geistlich Schaden erleiden würden, wenn es uns nicht gelänge, diese Wahrheit zu erfassen.

Lesen wir nur, was im Buch der Offenbarung von dem Lamm, das „in der Mitte des Thrones ist“ (Offenbarung 7,17), geschrieben steht: „Und die vier Tiere … hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der HErr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!“ (Offenbarung 4,8). Später (Offenbarung 5,6) sieht Johannes „mitten zwischen dem Thron ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre“. Niemand von der großen Schar der Anbetenden konnte Gott sehen, er habe denn zuvor Jesus Christus, das Lamm, erblickt. Und niemand konnte Jesus Christus sehen, ohne auch die Herrlichkeit des Vaters zu sehen: Vater und Sohn – untrennbar eins!

Lieber Christ, wenn du Gott wirklich kennenlernen möchtest, dann suche und bete ihn in Jesus Christus an. Und wenn du Jesus Christus begegnen möchtest, dann suche ihn in Gott. Das wird dir helfen, in das „mit Christus in Gott verborgene Leben“ (Kolosser 3,3) hineinzuwachsen und zu erfahren, dass uns erst in der Gemeinschaft und Anbetung Jesu Christi das volle Verständnis für die Liebe und Heiligkeit Gottes geschenkt wird. Werde still und sage in tiefster Ehrfurcht: „Gnade und Friede“ – alles, was ich begehre – „von Gott, unserem Vater, und dem HErrn Jesus Christus!“

Nimm dir Zeit zur Besinnung und erwarte im Glauben alles von Gott, dem Vater, der auf dem Thron sitzt, und von dem HErrn Jesus Christus, dem Lamm „mitten zwischen dem Thron“! So lernst du, Gott in Wahrheit anzubeten. Rufe dir dieses heilige Bild oftmals in Erinnerung, um „dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm Lob und Ehre und Preis und Gewalt“ darzubringen „von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Offenbarung 5,13).