Der »Bibel-Prediger«

Prediger Haymo Müller

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... zum Thema: Der Gnadenthron Gottes und des Lammes

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28.10.2020: Der Gott, der Wunder tut

„Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, [15] von dem jede Vaterschaft, die es im Himmel und auf Erden gibt, ihren Namen trägt: [16] er wolle euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihen, durch seinen Geist am inwendigen Menschen mit Kraft ausgerüstet zu werden, [17] damit Christus durch den Glauben Wohnung in euren Herzen nehme und ihr in der Liebe tiefgewurzelt und festgegründet dasteht, [18] damit ihr fähig werdet, zusammen mit allen Heiligen die Breite und Länge, die Tiefe und Höhe (des göttlichen Heilsratschlusses) zu erfassen [19] und die alle Erkenntnis übersteigende Liebe Christi kennenzulernen, damit ihr schließlich zum Erfülltsein mit der ganzen Gottesfülle gelangt“ (Epheser 3,14–19; H. Menge).

Aufgrund der bisherigen Betrachtungen werden wir uns vielleicht eingestehen, dass bei uns noch wenig Liebe zu Gott vorhanden ist, und deshalb versuchen, diesen Zustand zu überwinden. Gott allein, der Gott, der Wunder tut, kann uns dabei helfen. Und er schenkt sie allen, die im Glauben darum bitten. Diese Liebe, die uns mangelt, kann uns nur der Gnadenthron, von dem alle Liebe kommt, geben.

Die Gabe der Liebe wird nicht gesondert verliehen. Sie fällt uns zu, sobald unsere Herzen mit Jesus Christus erfüllt werden. Unsere Liebe zu Gott wird durch unseren täglichen Umgang mit ihm aufrecht erhalten. In diesem Bibelwort erwähnt der Apostel seine gebückte Haltung: „Ich beuge meine Knie.“ Wenn wir uns in aller Demut vor dem Gnadenthron beugen und Gott andächtig wartend anbeten, werden wir den innewohnenden Geist und die Erkenntnis der Liebe Jesu Christi empfangen.

Wir brauchen nicht nur die Vergebung unserer Sünden. Wir brauchen auch überfließende Gnade, um allezeit über die Sünde Sieg zu haben und dem innewohnenden Geist immerzu Raum zu geben. Wir müssen ernstlich um ein Leben bitten, in dem die „Liebe Christi, die alle Erkenntnis übertrifft“ (Epheser 3,19), den ersten Platz erhält. Am Gnadenthron können wir in diese Liebe eingewurzelt und gegründet werden. Sobald wir Gott wirklich lieben, wird diese Liebe von uns zu allen fließen, die um uns herum leben, und sogar Menschenherzen berühren und segnen, die ihn noch nicht lieben.

Ein solcher Stand der Glückseligkeit kann nur durch Glauben und viel Gebet vor dem Gnadenthron erreicht werden. Lasst uns deshalb darum bitten, dass der „Vater uns Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit!“ (Epheser 3,16). Erst wenn wir die wunderbare Kraft Gottes und die Liebe Christi kennengelernt haben, werden wir fähig, die Glaubensgeschwister zu lieben, wie es uns aufgetragen ist.